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Beim Aufnehmen von Daten werden häufig Messungen vorgenommen, bei denen unterschiedliche Messmittel und -methoden zum Einsatz kommen. Dabei ist es wichtig, dass das Messmittel fähig, also für den Prozess oder das Produkt geeignet und anwendbar ist. Die Messsystemanalyse sorgt also dafür, dass eine möglichst geringe Verfälschung des Ergebnisses durch die Messung an sich verursacht wird. Dabei kann die Fähigkeit durch Forderungen an ein Messsystem, in fünf Punkte überprüft werden:

  1. Genauigkeit: Die Ergebnisse eines Messsystems weichen nur geringfügig von einem bekannten Standardwert ab.
  2. Wiederholbarkeit: Eine Messung, die von der selben Person mehrfach durchführt, erzielt möglichst gleichbleibende Messergebnisse.
  3. Reproduzierbarkeit: Unterschiedliche Personen kommen bei sonst unveränderten Variablen zum gleiche Messergebnis.
  4. Stabilität: Die Messerergebnisse weisen nur eine geringe Schwankung auf, während die Messungen von einer Person auf die gleiche Art und Weise über einen längeren Zeitraum durchgeführt wurden.
  5. Adäquate Auflösung: Bereits kleinste Veränderungen im Messergebnis werden aufgrund der richtig gewählten Auflösung erkannt.

Diese fünf Forderungen die an ein Messystem gestellt werden, werden also nicht nur vom Messgeräte selbst beeinflusst, sondern hängen auch von der dazugehörigen Verfahrensanweisung sowie den Bedienern und ihrem möglichen Einfluss auf das Messergebnis ab. Unterteilt wird in die Messsystemanalyse Typ 1 und Typ 2. Bei ersterer wird die Genauigkeit von Messsystemen untersucht, zusätzlich kann auch die Linearität des Systems gleich mituntersucht werden. Bei dem Typ 2 kann mithilfe der sogenannten Gage R&R die Wiederholbarkeit, die Vergleichbarkeit und die Auflösung untersucht werden. Um dann noch die Stabilität beurteilen zu kommen, müssen diese Verfahren in zeitlich regelmäßigen Abständen angewandt werden. Bei der Beurteilung von Messsystemen durch diese Verfahren kommen statistische Analyseverfahren wie die Varianzanalyse zum Einsatz.

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